Die Kontroverse um das Frühstücksei geht weiter

Die Debatte über die Gefahren eines täglichen Frühstücks mit Eis endet nie. Nachdem amerikanische Forscher im vergangenen Jahr im American Medical Journal ein leicht erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigen Tod festgestellt hatten, sahen ihre kanadischen Kollegen im American Journal of Clinical Nutrition eine weltweite Studie. Jetzt gibt es keinen Grund, die „Cholesterinbombe“ aufzugeben.

Ein gekochtes Hühnerei enthält etwa 375 mg Cholesterin. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass der tägliche Verzehr über 8 Wochen den Cholesterinspiegel erhöht.

Bei Männern kam es zu einem Anstieg des LDL-Cholesterins um 1,5 mg/dl pro 100 mg Cholesterin, das mit Hühnereiern verzehrt wurde, bei Frauen sogar um 2,1 mg/dl. Bei einem empfohlenen LDL-Cholesterinspiegel von weniger als 160 mg/dL (für Erwachsene ohne zusätzliche Risiken) mag das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls durch Frühstückseis allein gering erscheinen.

Dieses Problem hat Epidemiologen jedoch wiederholt beunruhigt. Im vergangenen Jahr kamen Victor Zhong und Norrina Allen von der Feinberg School of Medicine in Chicago bei der Analyse von 6 US-amerikanischen Kohortenstudien mit 29.615 Teilnehmern zu dem Schluss, dass für jede zusätzliche tägliche Aufnahme von 300 mg Cholesterin, oder etwa ein Ei zum Frühstück, ein Anstieg um 17 % zu verzeichnen war Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses (Hazard Ratio 1,17; 95 % Konfidenzintervall 1,09 bis 1,26). Das Sterberisiko stieg um 18 % (Hazard Ratio 1,18; 1,10 bis 1,26).

Im Allgemeinen ist dies ein geringes Risiko. Die Assoziationen waren jedoch dosisabhängig (was in epidemiologischen Studien auf eine Kausalität hinweist) und einige Teilnehmer stellten fest, dass der Verzehr von 2 Eiern pro Tag das kardiovaskuläre Risiko um 27 % erhöhte (Hazard Ratio 1,27; 1,10 bis 1,45) und ein um 34 % erhöhtes Sterberisiko hatte (Hazard Ratio 1,34; 1,15–1,52).

Epidemiologen des Institute for Population Health Research in Toronto können diese Ergebnisse in einer größeren Studie nicht bestätigen. Mahshid Dehghan und Kollegen werteten erstmals die Ergebnisse der PURE-Studie (Perspective Urban and Rural Epidemiology) aus, die unter anderem 146.011 Teilnehmer aus 21 Ländern zu ihrem Eierkonsum befragte.

Menschen, die 7 oder mehr Eier pro Woche aßen, hatten keine erhöhten Blutfette (Hazard Ratio 0,96; 0,89–1,04) und litten nicht häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hazard Ratio 0,92; 0,83–1,01) und ihre Gesamtmortalität (Hazard Verhältnis 1,04; 0,94–1,15) stieg nicht an.

Auch die Auswertung von 2 internationalen Therapiestudien (ONTARGET und TRANSCEND) mit 31.544 Teilnehmern ergab keinen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko, so Dehan. Laut einem kanadischen Forscher beendete dies die Debatte darüber, ob Eier gut oder schlecht für die Herzgesundheit sind. Ein Ei zum Frühstück am Tag ist großartig“, schreibt sie in einer Pressemitteilung. Es bleibt abzuwarten, ob Ihre amerikanischen Kollegen dem zustimmen oder sich bald noch mehr Forschung widersetzen werden.

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