Welche Auswirkung hat die Bedeckung von Mund und Nase auf die Lungenfunktion?

Viele Ärzte, die zum Beispiel bei Operationen täglich einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sind ein wenig überrascht von den gesundheitlichen Bedenken, die derzeit in der Öffentlichkeit gegen diese Schutzmaßnahme laut werden. Auch Lungenkranke haben in der Regel nichts dagegen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Viele sind froh, wenn ihre Brüder sie durch das Tragen einer Gesichtsmaske vor Atemwegsinfektionen (nicht nur SARS-CoV-2) schützen, die Asthma- oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)-Patienten verschlimmern können.

Lungenfachärzte der University of Miami führten eine Studie durch, um die Wirkung auf die Lungenfunktion bei gesunden Probanden und Patienten mit COPD zu untersuchen. Die Studie umfasste 15 Ärzte (Durchschnittsalter 31 Jahre) ohne Lungenerkrankung und 15 Patienten (Durchschnittsalter 72 Jahre) mit schwerer COPD mit einem FEV1-Wert von 44,0 % (ein Zielwert von mehr als 70 %).

Die Ärzte führten drei Studien durch. Die erste ohne Maske, die zweite nach 5 Minuten und die dritte nach 30 Minuten mit Mund-Nasen-Schutz. Laut einer Veröffentlichung in den Annals of the American Thoracic Society (2020; DOI: 10.1513 / AnnalsATS.202007-812RL) gab es minimale oder keine Auswirkungen auf die Sauerstoffsättigung (SpO2).

SpO2, das vor dem Tragen der Maske 97,5 % (Normbereich 94 bis 98 %) betrug, sank nach 5 Minuten um 0,28 Prozentpunkte. Nach 30 Minuten stieg sie wieder um 0,10 Prozentpunkte an. Beide Werte wichen nicht wesentlich vom ursprünglichen Wert ab. Die Wirkung auf Herzfrequenz und Atemfrequenz war ebenfalls minimal oder nicht vorhanden. So werden Anzeichen von Atemnot, auf die der Körper mit einer Erhöhung der Herzfrequenz und Atmung reagiert, nicht erkannt.

Andererseits hatten 15 COPD-Patienten bereits vor dem Tragen der Gesichtsmaske eine okkulte Dyspnoe. SpO2 betrug 91,3 %. Bei der Analyse der Blutgase betrug der Sauerstoffpartialdruck (pO2) durchschnittlich 77,2 mmHg. Kunst. (Normalwert ist 75–97 mmHg.

Das Tragen einer Maske hatte auch keinen Einfluss auf den SpO2 der Patienten, der sich nach 5 und 30 Minuten sogar um 0,35 und 0,87 Prozentpunkte verbesserte (was jedoch weder statistisch signifikant noch klinisch signifikant war). Auch Herzfrequenz und Atemfrequenz blieben gleich. Der Mund-Nasen-Schutz blieb unverändert, ohne Beeinträchtigung der Atemfunktion.

Nach einem 6-minütigen Spaziergang mit bedecktem Mund und Nase sank SpO2 um 2,28 Prozentpunkte. Der PO2 sank um 4,6 mmHg. Art., und pCO2 um 0,97 mmHg erhöht. Kunst. Beide Veränderungen waren nicht signifikant.

Da in der Klinik eine Maskenpflicht besteht, ist eine Wiederholung des Tests ohne Mund-Nasen-Schutz nicht möglich. Eine frühere Studie aus der Zeit vor Corona ergab, dass das Tragen einer chirurgischen Maske die Lungenfunktion während des Trainings leicht reduzierte.

Labormitarbeiter des Centers for Disease Control and Prevention in Pittsburgh ließen 20 Testpersonen eine Stunde lang mit 5,6 km/h auf einem Laufband laufen.

Wenn sie eine Maske trugen, stieg ihre Herzfrequenz um 9,5 Schläge pro Minute. Die Atemfrequenz stieg um 1,6 Atemzüge/min. Kohlendioxid durch die Haut um 2,17 mm Hg erhöht. Kunst. Die Temperatur der Haut unter der Maske erhöhte sich um 1,76 °C im Vergleich zu einer Abnahme von 0,40 °C auf exponierter Haut.

Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit unter der Maske stieg der Hitzeindex („gefühlte“ Hitze) auf 52,9° C. Für das damalige Team von Raymond Roberge waren dies keine klinisch signifikanten Effekte oder signifikante subjektive Störungen (Respiratory Physiology & Neurobiology 2010 ; 181: 29-35), was gegen das Tragen einer OP-Maske bei leichter körperlicher Arbeit sprechen könnte.

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